Werk

Die Ritter vom Geiste

Überlieferung: entst. Herbst 1849 bis August 1851; Erstdruck (Bde. 1 u. 2) "Deutsche Allg. Zeitung" 7.7.1850ff; Erstausg. Leipzig 1850/51; gekürzte Fassung 1869.

Inhalt: Der Grundgedanke von "Die Ritter vom Geiste", sowohl des Romans als auch des den Titel abgebenden idealistischen Bundes religiöser und politischer Erneuerer der Nation, basiert auf der Ablehnung des Machtmissbrauchs, den vor allem der korrupte Adel betrieb. Der Referendar Dankmar Wildungen hat auf seinem Grundstück einen wertvollen Schrein mit Urkunden ausgegraben, die beweisen, dass ausgedehnter Grundbesitz, der jetzt der Stadt gehört, rechtlich ihm und seinem Bruder zusteht. Als Dankmar den Schrein in die Residenzstadt bringen lassen will, verschwindet er unterwegs auf geheimnisvolle Weise. In die folgende Suche nach dem Schrein werden Personen aus allen Gesellschaftsschichten verwickelt, vom Schreiber Fritz Hackert über den Justizrat Schlurck bis zum Prinzen Hohenberg.

Zeit- und Sachbezug: Der "Roman des Nebeneinander" (Gutzkow im Vorwort) leitet das Experiment eines techn. Modernismus ein, der das Romanschaffen bis in die Gegenwart (z.B. als Montagetechnik usw.) angeregt hat. Der Roman war ein großer Publikumserfolg.

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