Werk
Siebenkäs
Epoche: Klassik
Inhalt: Als Lenette endlich bei ihrem Bräutigam in Kuhschnappel eintrifft, ist die quälend-komische Konstellation dieser Ehe bereits gegeben: hier der sich u. die Welt verspottende, an den "Teufelspapieren" (ein satir. Jugendwerk J. P.s, 1789) arbeitende Armenadvokat, dort eine den Dingen des Alltags im Guten und Bösen verhafftete Hausfrau. Um dieser unharmonischen Ehe zu entgehen, täuscht Siebenkäs seinen Tod vor und findet in Natalie eine Seelenverwandte, während Lenette sich auch wiederverheiratet.
Überlieferung: Aufnahme des Werkes durch die zeitgenöss. Kritik mit teilw. von moral. Bedenken diktierten Zurückhaltung, 1796-1797 in drei Bänden erschienen, erst 1818 kam es zu einer Neuaufl.in 4 Bänden, in die J. P. Materialien für eine geplante, doch nicht realisierte Fortsetzg. eingearbeitet hat. In dieser Gestalt gehört der Siebenkäs zu den meistgedruckten Werken d. Dichters.
Zeit- und Sachbezug: Humoristischer Roman mit Beigaben (u.a. Rede des todten Christen); unvollendet geblieben.
Bezüge im Wissensnetz
Literatur und Nachweise (17)
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