Werk
Fanferlieschen Schönefüßchen
Überlieferung: Eine erste Version entstand ab 1805, aus den Jahren 1817 und den 1830er Jahren existieren überarbeitete, erweiterte Fassungen.
Zeit- und Sachbezug: "Lo dragone" von Basile gibt die Vorlage für dieses Märchen, ebenso die Genovefa-Legende. Enthält zahlreiche Bezüge zu Achim und Bettina von Arnim (die zeitweise auf dem Familiengut Bärwalde lebten).
Epoche: Romantik
Inhalt: Das sogenannte Ziegesar-Fragment ist die Grundlage der Erzählung: Im Königreich Besserdich führt der König Jerum eine Schreckensherrschaft. Fanferlieschen nimmt Waisenkinder in ihre Obhut und verwandelt sie in Tiere, so auch die in eine Ziege verwandelte Prinzessin Ziegesar von Buxtehude (in der späteren Fassung Ursula von Bärwalde). Nachdem die Bürger den bösen König vertrieben haben, der ab sofort in Bärwalde sein Unwesen treibt, werden alle Tiere wieder in Menschen verwandelt. Die zweite Fassung von 1817 steht unter dem Einfluss von Brentanos Generalbeichte und verstärkt christlichen Werkausrichtung, die Erweiterung aus den 1830er Jahren enthält vermehrt Aufklärungs-, Bildungs- und Erziehungsideale, ebenso Tendenzen von Prüderie.
Bezüge im Wissensnetz
Adaptionen und Rezeption (4)
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