Werk
Der siebente Ring
Überlieferung: Wie die vorhergehenden Bände wurden die Ausgaben von M. Lechter buchkünstlerisch gestaltet und erschienen in Drucktypen, die von Georges Handschrift abgeleitet waren. Auswirkungen auf den deutschen Widerstand im 3. Reich. Einzelne Gedichte wurden vielfach vertont.
Inhalt: Besteht aus 7 Zyklen, in deren Mittelpunkt die "Maximin"-Gedichte stehen. Zeitkritische Thematik: Gegen das wilhelminische Primat des Militärischen stellt G. die Geschichte abendländischen Geistes und deutscher Innerlichkeit. Der Gegenentwurf verfällt indes selbst dem pädagogischen Drill: Die konsequente Zunahme des Phänomens der 'harten Fügung' (N. v. Hellingrath) mit ihrer Neigung zu etymologischen Stammwörtern erreicht mit ihrer hämmernden Reihung zuweilen fast propagandistische Qualität. In den hier beschworenen Gestalten, Landschaften und Traditionen spiegelt sich das heroische Konzept einer männlich geprägten, hierarchisch strukturierten Gesellschaft, deren Ästhetik und Ethik einen ausgesprochen katholischen Kodex ritualisiert: Als Inszenierung des säkularisierten Gottes verabsolutiert sich das schöpferische Ich.
Zeit- und Sachbezug: Markiert eine weitere Abkehr vom Symbolismus und Ästhetizismus des Frühwerks zu einer Lyrik, die auf außerästhetische (religiöse, lebensreformerische und zeitkritische) Wirkungen abzielte
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