Werk

Der Turm

Inhalt: In einem »mehr der Sage als der Geschichte« angehörenden Königreich Polen lässt König Basilius seinen Sohn Sigismund in einen entlegenen Turm verbannen, weil ihm prophezeit wurde, dass dieser ihn vom Thron stürzen werde. Nach 22 Jahren der Haft und angesichts eines von Verschwörungen und Rebellionen heimgesuchten Staates will Sigismunds Kerkermeister und Erzieher Julian die Probe wagen, den königlichen Häftling dem Vater zuzuführen, nicht ohne die Hoffnung, nach der Versöhnung beider selbst an die Macht zu kommen. Die weitere Handlung unterscheidet sich in den einzelnen Fassungen.

Überlieferung: Die erste Fassung des Trauerspiels in fünf Akten erschien in zwei Teilen 1923 und 1925 in der Zeitschrift Neue deutsche Beiträge; zweite Fassung 1925; die dritte, im Schluss erheblich abweichende Fassung entstand 1926 und erschien 1927; die Uraufführung fand am 4. Februar 1928 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg und zugleich im Prinzregententheater München statt; eine vierte Fassung, die 1927 vorgenommene Bearbeitung der dritten Fassung, befindet sich unveröffentlicht im Nachlass; Uraufführungen: 4. Februar 1928 am Münchner Prinz-Regenten-Theater, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Stadttheater Würzburg (die Inszenierungen basierten auf der 3. Fassung des Stücks). Uraufführung der Kinderkönig-Fassung: 10. Juni 1948 im Ronacher, der Dependance des Wiener Burgtheaters

Zeit- und Sachbezug: zentrales Werk der letzten Schaffensjahre. Ausgangspunkt ist Calderóns berühmtes Schauspiel Das Leben ein Traum, mit dem sich Hofmannsthal seit 1901 immer wieder beschäftigt hat.

Bezüge im Wissensnetz

Adaptionen und Rezeption (2)

GND-Werke

Verwandte Werke (2)

GND-Werke

Form des Werks und der Expression (1)

GND-Werke

Sprachencode (1)

GND-Werke

Erste Verfasserschaft (1)

GND-Werke
Cookie-Einstellungen