Werk

Aus dem Leben eines Taugenichts

Inhalt: Entwicklungsroman aus der Ich-Perspektive: der Taugenichts berichtet von seiner "Lebensfahrt" - geprägt von diversen Abenteuern, Ereignissen und Bekanntschaften - die ihn bis nach Italien führt. Obwohl es dem Taugenichts nicht gelingt, sich anzupassen und er keine dauerhafte Anstellung findet, schließt die Handlung positiv. Unterschwellige Kritik an gesellschaftl. und polit. Entwicklungen: Arbeitsethos wird Müßiggang, Modernisierungsdrang wird traditionelle Verhaftung, feudalen Strukturen werden individuelle u. freiheitl. Bestrebungen entgegen gesetzt. Romantiche Motive der Wanderschaft, Weltflucht und Naturverehrung.

Überlieferung: Das erste Kapitel erschien 1823 in den "Deutschen Blättern für Poesie, Literatur, Kunst und Theater". Die vollständige Erstausgabe folgte 1826 und bescherte dem Autor großen Erfolg, der bis heute anhält (zahlreiche Adaptionen: Filme, Hörspiele, Gedichte, Essays). Wurde 2002 in die ZEIT-Schülerbibliothek (Kanon für den Deutschunterricht) aufgenommen.

Epoche: Romantik

Zeit- und Sachbezug: Höhepunkt musikalischer Prosa der Spätromantik; Kombination von poetologischen Erzähl- und Liedelementen, Verbindung von Märchen und Pikaroroman. Zunächst u.d.T. "Der neue Troubadour" begonnen. Parallelen zu "Die Glücksritter".

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