Werk
Krieg den Philistern
Epoche: Romantik
Inhalt: Mischform aus Märchen, Drama und Literatursatire. Die Bedeutung von E.s Satire beruht weniger auf der Darstellung politisch-gesellschaftlicher Lösungen, sondern mehr darauf, dass er das Geschehen auf einen Grundkonflikt reduziert: Die von ökonomischen Entwicklungen geprägte Welt des Bürgers wird konfrontiert mit jener Gegenwelt, die er in sich trägt: die Welt der Phantasie, des ungebrochenen, ganzen, sinnerfüllten Lebens. E. möchte beide Sphären verbinden und die aus der historischen Situation entstandene Dualität überwinden, anstatt auf die Bürger satirisch einzuschlagen - so sind denn auch die Vermittler, Überläufer und Verräter die interessanten Figuren der Satire. E.s eigentliches Ziel ist die Überwindung der Konfrontation. Enthält zahlreiche Anspielungen und Metaphern auf zeitgenössische Persönlichkeiten und Ereignisse. Erste Verweise auf die kommenden revolutionären Bewegungen des Vormärz.
Zeit- und Sachbezug: Bezüge zu Tiecks Märchendramen und Brentanos Philistersatire, letztere liest sich teilweise wie ein Kommentar zu E.s Stück.
Überlieferung: Ein Vorabdruck des ersten Abenteuers erschien in der Zeitschrift "Deutsche Blätter für Poesie, Litteratur, Kunst und Theater" u.d.T. "Einige Scenen aus: Krieg den Philistern! dramatisches Mährchen von Joseph Freiherrn von Eichendorff"; die erste selbstständige Gesamtausgabe wurde Weihnachten 1823 vordatiert auf 1824 gedruckt. Obwohl von der Kritik hauptsählich wohlwollend aufgenommen, verkaufte sich das Buch eher schleppend.
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