Werk

Bahnwärter Thiel

Überlieferung: Entstanden April – Mai 1887; Erstdruck 'Die Gesellschaft' Heft 4, 1888; Erstausgabe Berlin 1892.

Zeit- und Sachbezug: der wohl bekannteste Prosatext des Autors.

Inhalt: Erzählt wird die Geschichte des robusten, phlegmatischen Bahnwärters, der zuverlässig und kritiklos seinen Dienst tut. Nach dem Tod seiner Frau heiratet Thiel, ursprünglich nur, um seinen kleinen Sohn Tobias zu versorgen, die Bauernmagd Lene: Drei Dinge jedoch hatte er, ohne es zu wissen, mit seiner Frau in Kauf genommen: eine harte, herrschsüchtige Gemütsart, Zanksucht und brutale Leidenschaftlichkeit. Lene misshandelt und vernachlässigt den kleinen Tobias , bis er eines Tages, in der Nähe der Bahnstrecke spielend, unter einen Zug gerät und stirbt.

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