Werk
Friedensfeier
Überlieferung: Ein erster Teildruck des Fragments erfolgte 1916, der komplette Erstdruck erst 1954 (in diesem Jahr tauchte in London ein Autograph mit der 3. Fassung der Hymne auf). In der Hölderlin-Forschung höchst umstritten, insbes. bei der Frage der Identität der Figur der Friedensfeier.
Zeit- und Sachbezug: Anlässlich des Frieden von Lunéville; 3 Fassungen, entstanden zwischen 1801 und 1802, alle sind nicht vollendet.
Inhalt: In dem Hymnus betrachtet Hölderlin den Frieden von Lunéville, der den ersten Koalitionskrieg beendete, nicht primär als historisches Ereignis, sondern im Sinne des Chiliasmus, der ein Reich innerweltlicher Gerechtigkeit vor dem jüngsten Gericht voraussah.