Preußen. Kadettenkorps
Friedrich Wilhelm Kurfürst von Brandenburg gründete das Preußische Kadettenkorp mit drei Ausbildungsanstalten für adelige Offiziersanwärter in Berlin, Kolberg und Magdeburg. 1717 wurden diese Kadettenanstalten unter König Friedrich Wilhelm I. im "Königlich Preußischen Cadetten Corps" mit Hauptsitz in Berlin zusammengefasst (als "Pflanzschule“ des Preußischen Offizierskorps). Die preußische "Central-Kadettenanstalt" wurde nach Gründung des Deutschen Reichs 1871 auf Erlass der Kaisers Wilhelms I. auch für Söhne aus anderen Bundesstaaten geöffnet und entwickelte sich als "Hauptkadettenanstalt" zur zentralen militärischen Eliteschmiede des Deutschen Reichs. Ab 1878 residierte sie in Groß-Lichterfelde bei Berlin. (Die Kadettenanstalten der deutschen Teilstaaten bestanden weiter; sie führten den Offiziersnachwuchs aus den Provinzen bei besonderer Eignung nach Lichterfelde.) Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Hauptkadettenanstalt, ebenso wie die nachgeordneten regionalen Kadettenanstalten, auf der Grundlage des Vertrags von Versailles aufgelöst (Schlussappell am 20. März 1920).