Person
Neubauer, Philipp
1759–1803
Bambergischer katholischer Geistlicher. Besuchte 1775/76 die alte Bamberger Universität, wurde 1785 in den Klerikerstand und 1786 in das Bamberger Priesterseminar aufgenommen. Ab 1790 diente Neubauer als Kaplan in Burgkunstadt unter Pfarrer Johann Bartolomäus Schlör (1735-1802). 1794 stand Neubauer unter dem Verdacht, eine Frau geschwängert und damit den Zölibat gebrochen zu haben. Ein kirchliches Verfahren wurde 1795 eingestellt. Neubauer wurde 1795 als Kaplan nach Teuschnitz versetzt, wo er die Tochter des Bürgermeisters, Maria Anna Rebhan (Lebensdaten nicht bekannt) kennenlernte und mit ihr eine Liebesbeziehung begann. Wohl 1798 vielleicht aufgrund dieser Versetzung nach Schlüsselau ohne Aufgabe der Beziehung. Nachdem 11 erhaltene Liebesbriefe von Neubauer an Rebhan aufgefunden worden waren, wurde gegen den Kaplan 1798 ein kirchliches Verfahren eingeleitet. 1799 wurde er deswegen zu vier Jahren "Haft" in Schlüsselau verurteilt. 1802 wurde die Strafe aufgehoben, Neubauer starb wenige Monate später.
Bezüge im Wissensnetz
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Beruf oder Tätigkeit (1)
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