Person

Kohlmann, Alexander

Dramaturg und Schauspieldirektor, studierte Germanistik, Geschichtswissenschaft und Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin und der Universität Hamburg sowie Theaterregie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Bereits als Schüler hospitierte er am Staatstheater in seiner Heimatstadt in Braunschweig und stand viele Stunden als Statist selber auf der Bühne. Während seines Studiums folgten erste eigene künstlerische Arbeiten in der Freien Szene in Berlin und an der Theaterakademie Hamburg. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt »Modernität und Medialität im NS-Kino« sowie als Kulturjournalist und Kritiker, unter anderem für die Zeitschrift Theater heute, das Internet-Portal nachtkritik.de und den Deutschlandfunk. In den Jahren 2013 und 2019 war er Juror für das BESTOFF-Festival der Freien Szene in Hannover, wo er 2013 und 2016 auch den Festival-Blog leitete. Mit Beginn der Spielzeit 2017/18 wechselte er als Schauspieldramaturg an das Staatstheater Braunschweig unter der Intendantin Dagmar Schlingmann, wo er unter anderem die Zusammenarbeit mit der HBK Braunschweig in mehreren Projekten ausbaute, eine Amerika-Trilogie gemeinsam mit dem Regisseur Klaus Gehre entwickelte und immer wieder Arbeiten ermöglichte, die sich an der Grenze zwischen bildender Kunst, Theater und Installation bewegten, z.B. »Die Traumnovelle« in der Regie von Rieke Süßkow und »paradies fluten« in der Regie von Marcus Lobbes. Am Anhaltischen Theater setzte er diese Arbeit fort und initiierte neben zahlreichen Ur- und Erstaufführungen regelmäßig Arbeiten von jungen künstlerischen Kollektiven wie »hallimasch komplex« und »James&Priscilla«, während gleichzeitig Regisseur*innen wie Philipp Preuss, Mizgin Bilmen und Milan Peschel die Klassiker im Großen Haus auf ungewöhnliche Weise neu interpretieren. Er hält regelmäßig Lehraufträge, u.a. an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, der Universität Göttingen und der Freien Universität in Berlin und ist Autor kulturwissenschaftlicher Essays unter anderem in der Zeitschrift mare. Als Produktionsdramaturg arbeitete er bisher unter anderem mit den Regisseur*innen Michel Decar, Klaus Gehre, Jürgen Kruse, Milan Peschel, Philipp Preuss, Rieke Süßkow, Rebekka David und dem Bühnenbildner Wolf Gutjahr. Seit der Spielzeit 2019/20 ist er Schauspieldirektor und Leitender Dramaturg am Anhaltischen Theater in Dessau.

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