Klosterbibliothek St. Marienthal

Angelegt wurde die Bibliothek in der Amtszeit der Äbtissin Theresia Senfftleben im Jahre 1752 in der Abtei St. Marienthal. In der kleinen Saalbibliothek waren wahrscheinlich auch die wenigen Bücher zusammengeführt worden, die einen verheerenden Brand von 1683 überstanden hatten, darunter vermutlich die überwiegend liturgischen Handschriften. Die meisten älteren Werke stammten jedoch aus Erscheinungsjahren nach der Brandkatastrophe. Schenkungen, Erbschaften oder käufliche Erwerbungen bereicherten in der Folgezeit die Bibliothek. Die zum Zeitpunkt der Einrichtung der Bibliothek verfügbaren Bücher erhielten, von gleicher Hand eingetragen, den übereinstimmenden Besitzvermerk " ex bibliotheca Mariae Vallensi Ao 1752 constructa". Später wechselten die Eintragungen. Nach der Gründung der Abtei im Jahre 1234 waren vermutlich zuerst die für die klösterliche Liturgie, das für den Zisterzienserorden verbindliche feierliche Chorgebet und die für die Lectio divina notwendigen Bücher angeschafft worden. Hinzu kamen die im Klosterleben für Studium und Erbauung benötigten Werke der Kirchenväter und Heiligenleben. Schließlich wurden die Bestände durch aszetische Literatur und, besonders in der Zeit der Aufklärung, durch allgemeinwissenschaftliche Veröffentlichungen, Enzyklopädien und Wörterbücher vervollständigt. Auf das 17. und 18. Jh geht eine erwähnenswerte Anzahl von Predigtausgaben zurück. Im Jahr 2023 wurde der Bibliotheksbestand durch die SLUB Dresden angekauft.

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