Privatbibliothek Johann von Besser
Bereits 1727 verkaufte Besser seine berühmte Bibliothek mit angeblich bis zu 20.000 Büchern und Manuskripten für 10.000 Taler an Friedrich August II., wobei er sich ein lebenslanges Nutzungsrecht vorbehielt. Nach seinem Tod wurde sie von der Wohnung am Dresdner Neumarkt zunächst als eigenständige „Staats- und Ceremoniel-Bibliothek“ in einen Pavillon des Zwingers verbracht und dann 1733 mit der königlichen Bibliothek vereinigt. Ein wohl kurz nach Bessers Tod angefertigter, lediglich nach Buchformaten geordneter Katalog belegt, dass seine Bibliothek aus zahlreichen historischen, aber auch literarischen Werken - zumeist antiker Autoren - bestand. Insbesondere aber umfasste sie eine sehr bedeutende Sammlung an gedruckter und ungedruckter Zeremonialliteratur sowie an Kupferstichen aus allen europäischen Staaten. Als besonders wertvoll wurden u.a. sieben nach Ländern geordnete Bände angesehen, die aus originalen Manuskripten bestanden. Sie wurden mit weiteren wichtigen Handschriften in das kursächsische Zeremonialarchiv integriert.