Inkunabelsammlung der SLUB Dresden
Inhalt: Inkunabeln und Postinkunabeln. Grundstock der in vier Jahrhunderten gewachsenen Sammlung bildeten die 12 Inkunabeln aus der Büchersammlung des Kurfürsten August von Sachsen. Wesentlich erweitert wurde die Sammlung 1589 durch den Ankauf der Werthernschen Bibliothek. Im 18. Jahrhundert verzeichnete die Sammlung vor allem Zuwachs durch den Erwerb der Bibliotheken des Zeremonienmeisters Johann von Besser, des Rechtsprofessors Johann Gottfried Sellius, des Dresdner Stadtpredigers Moritz Carl Christian Woog, der Bibiliotheca Bunaviana, der Bibliothek des Grafens Heinrich von Brühl sowie der Übernahme der Annaberger, Chemnitzer und Schneeberger Schulbibliotheken. Im 19. Jahrhundert wurde die Sammlung inbesondere durch die Inkunabeln aus der Oelser Schlossbibliothek sowie der Bibliothek des Franziskanerklosters Meißen erweitert. Durch den Ankauf der Bibliothek der St. Wolfgangskirche zu Schneeberg im Erzgebirge wurde die Sammlung zu Anfang des 20. Jahrhunderts ergänzt. 1945 wurde ca. 70 % des Inkunabelbestandes durch die sowjetische Besatzungsmacht beschlagnahmt und in die heutige Russische Staatsbibliothek verlagert. Seitdem erfuhr die Sammlung vor allem durch antiquarische Käufe Zuwachs. Die Erschließung der Inkunabeln erfolgte durch die Bibliothekare Friedrich Adolf Ebert (1818), Ernst Gustav Vogel (1866) und Konrad Haebler (1899-1902). Eine gesonderte Aufstellung sowie die Vergabe einer eigenen Signatur für die Inkunabeln erfolgte 1925/26.