Person

Botke, Taecke J.

1901–1990

Ich weiß nicht, ob schreibende Zahnärzte üblich sind. Maastricht hat im zwanzigsten Jahrhundert mindestens zwei gekannt: Jef Heydendael (1915-1999) und Taecke Jitze Botke (1901-1990). Das habe ich entdeckt, als ich Material für das „Kriegskapitel“ in der Limburger Literaturgeschichte gesammelt habe. Fred Cammaert, Historiker der organisierten Illegalität in Limburg, machte mich auf Botkes „KZ-Memoiren“ aufmerksam. Zusammen mit Graf De Liedekerke aus Eijsden war Botke Teil eines Netzwerks, das alliierten Piloten über das Maastal in die Schweiz half. Sie wurden verraten. Der Graf wurde erschossen. Botke landete in den Konzentrationslagern Vught, Sachsenhausen und Ravensbrück. Er überlebte alle drei – wobei er davon profitierte, dass er als Zahnarzt so etwas wie ein Sanitäter war. In jedem Lager gab es ein „Revier“, ein Lagerlazarett; dort konnten sie ihn gebrauchen und so wurde er schließlich Teil der „Prominenz“, des Lageradels. Nach der Befreiung kehrte er nach Maastricht zurück, wo er seine Praxis als Zahnarzt wieder aufnahm

Bezüge im Wissensnetz

Wirkungsort (1)

GND-Personen

Variante Namensentität der Person (1)

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  • Botke, Taecke Jitze

Bevorzugte Namensentität der Person (1)

GND-Personen
  • Botke, Taecke J.

Beruf oder Tätigkeit (2)

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