Person
Adler, Hedwig
1896–1942
Hedwig Hope kam in Köln am 13. Januar 1896 als zweites Kind des Hautarztes Dr. Otto Hope und seiner Frau Elise geborene Weißstock zur Welt. Ihr Bruder Max war 1894 geboren, ihre Schwester Martha folgte 1897. 1911 wurde die Ehe ihrer Eltern geschieden, Otto Hope brachte seine geschiedene Frau Elise und die Tochter Martha in eine Anstalt. Ihr Vater heiratete ein zweites Mal: seine neue Ehefrau war gut 10 Jahre älter als Hedwig. Hedwigs Bruder Max, der Medizin studierte, beging 1918 Suizid. Im selben Jahr heiratete Hedwig den Privatlehrer Dr. phil. Alfred Adler, der einen Sohn namens Gerd mit in die Ehe brachte. Die Familie lebte zunächst in Berlin in der Landgrafenstraße, später in der Martin-Luther-Straße 58 (heute 111), wo Alfred Adler eine höhere Privatschule leitete. Das Ehepaar hatte drei Kinder: Heinrich (1920), Margarete (1923) und Friedrich (1933). Alfred Adler emigrierte bereits 1936 nach Afrika, kehrte kurz nach Berlin zurück und flüchtete 1938 zu seiner Schwester nach Rotterdam. 1947 zog er nach England, wo er 1961 starb. Die Kinder Heinrich und Margarete entkamen 1939 nach England, Gerd war bereits 1935 nach Palästina ausgewandert. Zurück blieb Hedwig Adler mit dem jüngsten Sohn Friedrich. Sie musste noch in die Güntzelstraße 45 ziehen, von dort wurde sie mit ihrem 9 Jahre alten Sohn Friedrich am 19. Januar 1942 nach Riga deportiert und ermordet.