Schlossbibliothek Jena
Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) Jena, Bibliotheksarchiv, AC II 28 (Handschriftlicher alphabetischer Katalog der Jenaer Schloßbibliothek, 19 Bd.)
Die Anfänge der ca. 20.000 Bände umfassenden Schlossbibliothek Jena gehen auf das 18. Jh. zurück, in ihr sind u.a. folgende Bibliotheken aufgegangen: die Jenaer Kabinettsbibliothek der Weimarer Herzöge, die Büchersammlung Christian Wilhelm Büttners (1716-1801), die naturhistorische Büchersammlung des Naturalienkabinetts aus dem Nachlass Johann Ernst Immanuel Walchs (1725-1778), und die umfangreiche Bibliothek des Herzogs Friedrich August von Braunschweig-Lüneburg-Oels (1740-1805). Sie galt bis zu ihrer Schenkung als Teil der der Herzoglichen, später Großherzoglichen Bibliothek Weimar und wurde nach Büttners Tod von Johann Wolfgang von Goethes (1749-1832) Schwager, Christian August Vulpius (1762-1827), verwaltet und katalogisiert, der Bestand erhielt eine Signatur in Rötelschrift auf dem vorderen Spiegel und einen alphabetischen Bandkatalog (vor 1808, AC II 28 1-19). Die Bibliothek wurde 1808 neu eröffnet, im Oktober 1817 von Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757-1828) der Universität Jena übereignet und als erster Bestand in die von Goethe beaufsichtigte und durch Georg Gottlieb Güldenapfel (1776-1826) durchgeführte neue systematische Aufstellung der akademischen Bibliothek Jena überführt.