Person

Schneider, Wilhelm

1906–2002

Schneider wurde am 16. November 1906 in Friedrichshafen geboren. Nach dem Abitur studierte er an den Universitäten Tübingen und München. 1932 bestand er die 2. Justizdienstprüfung. In Stuttgart und Balingen war er am Amtsgericht bzw. der Staatsanwaltschaft tätig, bis er am 1. April 1935 zum Amtsrichter am Amtsgericht Balingen ernannt wurde. Im Juni 1935 wurde er Amtsgerichtsrat. Im Zweiten Weltkrieg nahm er am Norwegen- und Russlandfeldzug teil. 1945 bis 1949 befand er sich in russischer Kriegsgefangenschaft. Bei der Entnazifizierung wurde er 1950 als unbelastet eingestuft. Sein weiterer beruflicher Werdegang: 1950 Amtsgerichtsrat beim Landgericht Hechingen; 1950-1953 Amts- bzw. Landgerichtsrat (seit 01.10.1951) beim Justizministerium Württemberg-Hohenzollern bzw. Justizministerium - Abwicklungsstelle Tübingen, seit 01.10.1952 zur Hälfte beim Landgericht Tübingen; 1953-1954 Landgerichtsrat beim Landgericht Tübingen; 1955-1969 Landgerichtsdirektor ebenda, zuletzt auch Vizepräsident. Nachdem er noch im Oktober 2001 eine Zusammenfassung seiner Schriften unter dem Titel "Überholte Lehrmeinungen zur frühmittelalterlichen Geschichte" veröffentlichte, ist er am 6. April 2002 verstorben. Um seine landesgeschichtlichen Forschungen wieder aufnehmen zu können, bereits seit 1969 im Ruhestand. ber 20 Jahre hat sich Schneider als "Außenseiter" und Hobby-Historiker der Bearbeitung eines gewaltigen historischen Projekts gewidmet, das getrieben wurde von dem Wunsch, die vor der NS-Zeit gültigen Lehrmeinungen der "alten Meister" zu rehabilitieren. Bemerkenswert ist der interdisziplinäre Zugriff der Beiträge, die sich auch mit Befunden der Archäologie, Namenforschung und Agrargeschichte auseinandersetzten. [zit. nach Archivalia/KG]

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  • Schneider, Wilhelm

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