Liminalisierung: Konfigurationen des Übergangs in antiken Gesellschaften (Konferenz : 2018 : Erfurt)

Das Projekt „Liminalisierung“, dessen Auftakt der Workshop bildete, fragt danach, wie Übergänge von territorialen und sozialräumlichen Grenzen in den antiken Gesellschaften wahrgenommen, konstruiert und bewältigt wurden. Der Begriff „Liminalisierung“ steht dabei in der kulturwissenschaftlichen Tradition theoretischer Überlegungen zu Übergangsriten, beziehungsweise rites de passage durch Arnold van Gennep und vor allem zum Begriff der „Liminalität“ von Victor Turner, dessen Zustandsbeschreibung „liminaler“ Charaktere als zwischen zwei Zuständen, dem vorherigen und dem zukünftigen – also betwixt and between – stehenden Individuen, wichtige Impulse für die aktuelle Kulturtheorie bei der Untersuchung von Identität und damit verbundenen Transformationserfahrungen gegeben hat. „Liminalisierung“ selbst möchte darauf verweisen, dass auch solche liminalen Übergänge keine naturgegebenen Tatsachen sind, sondern selbst dynamischen Prozessen und Wechselwirkungen unterliegen, die durch spezifische soziale sowie kulturelle Praktiken und Medien konfiguriert werden.

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