Weißenwasserkirche (Kalefeld)

Wüstungskirche 1 km nördlich von Kalefeld (Landkreis Northeim), erstmals 1055 erwähnt. Archäologischen Befunden zufolge handelte es sich um einen Holzbau auf Bruchsteinsockel, der von einem Arm des Weißenwasserbachs durchflossen wurde; dieser speiste ein Wasserbecken, in dem die Taufe durch Untertauchen vollzogen wurde. Die Holzkapelle brannte ab. An ihrer Stelle baute man eine Kirche aus Bruchsteinmauerwerk, die am 4. Juli 1145 zu Ehren des Apostels Jakobus des Älteren durch den Mainzer Erzbischof Heinrich I. geweiht wurde. Nach dem Untergang von Weißenwasser kam der Pastor aus Kalefeld. Heute gehört die Kirche zur Kirchengemeinde Kalefeld im Kirchenkreis Harzer Land im Sprengel Hildesheim-Göttingen. Der örtliche Friedhof befindet sich direkt daneben. Die Kirche ist ein seltenes Beispiel einer aus dem Mittelalter stammenden Kirche, die zwischenzeitlich wüst fiel und heute wieder genutzt wird.

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