Person
Bondy, Otto
1871–1922
Ehefrau war Stefanie/ Štěpánka née Basch (1881–1942). Mit ihr zeugte er drei Kinder: Georg Jiri (* 9. Januar 1903 in Kutna Hora – 04. August 1942 in Malý Trostinec), Anna (* 4. Mai 1906 in Kutna Hora – 31. Mai 1985 in New Jersey) und Milada (* 4. Juli 1911 in Kutna Hora – 28. Juli 1942 in Baranoviči);
Bondys Frau und die Kinder Georg Jiri und Milada wurden im Holocaust ermordet. Seine Tochter Anna überlebte mit ihrem Mann Rudolf J. Bondy (1888-1983) den Holocaust.
Ab 1901 eigene Rechtsanwaltskanzlei in Kutná Hora (Kuttenberg) und Mitglied des Wahlgerichtshofes der Tschechoslowakischen Republik sowie der B'nai B'rith-Loge in Kutná Hora.
14. November 1893 Doktordiplom
Buchbesitz: Privatbibliothek
Am 18. November 1871 in Brandeis/Brandýs nad Labem-Stará Boleslav als Sohn des Rabbiners Filip Bondy Jacob Kopell Bondy (1830–1907) und Theresie née Aron (1842–1910) geboren. Hatte sieben Geschwister: Emil (1873–?), Max (1874–?), Ida (1876–1933), Oskar (1879–?), Malvine (1880–1942), Eugenie (1882–1884) und Rudolf (1885–1904) und fünf Halbgeschwister aus der ersten Ehe seines Vaters mit Amalie (geb. Steurer, 1840–1870).
Ab 1889 Studium der Mathematik und Physik an der Universität in Prag, später Wechsel zu Jura.
Engagierte sich für die tschechische Fortschrittspartei, die sozialdemokratische Bewegung sowie die tschechisch-jüdische Bewegung, arbeitete als Rechtsanwalt in Prag, Brandeis, Kolin, Vysokà und Brünn.
Bei Büchern der Provenienz Otto Bondy ist zu vermuten, dass sie nach dessen Tod im Eigentum seiner Frau verblieben. Aufgrund der Verfolgung und Ermordung von Stefanie Bondy besteht bei ihnen somit Verdacht auf NS-Raubgut.
Bezüge im Wissensnetz
Als Urheber beteiligt (4)
GND-WerkeVerwandte Werke (2)
GND-PersonenSterbeort (1)
GND-PersonenWirkungsort (1)
GND-PersonenBevorzugte Namensentität der Person (1)
GND-Personen1 Einträge — alle anzeigen →
Beruf oder Tätigkeit (1)
GND-Personen1 Einträge — alle anzeigen →