Werk
Das System der erworbenen Rechte
Inhalt: Lassalle geht von der der Frage nach den zeitlichen Grenzen für die Anwendung von Gesetzen aus. Der zweite Teil des Werkes behandelt das Wesen des römischen und germanischen Erbrechts in historisch-philosophischer Entwicklung.
Überlieferung: Lassalle, 1863 zum ersten Präsidenten des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins Gewählten absorbierte bis zu seinem Tod die politische Agitation und eine Auseinandersetzung mit den liberalen Ideen von T. Bastian (1801–1850) und H. Schulze-Delitzsch (1808–1883). "Das System der erworbenen Rechte" blieb entgegen Lassalles Erwartungen beim Erscheinen fast unbeachtet. R. von Jhering hat den zweiten Teil scharf kritisiert, und auch später konnte sich das Werk in der Rechtswissenschaft keinen Platz sichern.
Zeit- und Sachbezug: Die Untersuchung beschäftigt sich mit Hegels Rechtsphilosophie. Lassalle wandte sich damit gegen die Wortführer der "liberalen Bourgeoisie" und griff das preußische Regulierungs- und Ablösungsgesetz vom 2. März 1850 an.