Person
Amīn, Muḥsin Ibn-ʿAbd-al-Karīm al-
1867–1952
Schiitischer (genauer: imamitischer) Islamgelehrter (Rechtsgelehrter und Theologe) und Reformer, Sachautor (auch Historiker/Biograph) und Islamlehrer, ebenfalls Dichter; geboren im Dorfe Šaqrāʾ bei Marǧʿuyūn im Gebiet Ǧabal ʿĀmil (Südlibanon); nach einer islamischen Ausbildung in seinem Heimatort studierte er von 1891 an in an-Naǧaf (Irak); kehrte dann nach Syrien zurück und ließ sich 1319/1901 in Damaskus nieder, wo er zum geistlichen Anführer der schiitischen Gemeinde wurde; schiitischer Apologet, der sich aber auch für eine Wiederannäherung von Sunniten und Schiiten einsetzte; bemühte sich um Reformen im imamitischen Schiismus und wandte sich gegen Neuerungen/bidaʿ wie etwa die Geißelungen im Zuge der taʿziya im Monat Muḥarram; wollte auch die schiitische Religionsschule (kuttāb) reformieren und gründete Schulen (die Knabenschule "al-Madrasa al-muḥsinīya" und die Mädchenschule "al-Madrasa al-yūsufīya"), in denen neben den religiösen auch "moderne" Wissenschaften gelehrt wurden; wurde 1942 Mitglied von al-Maǧmaʿ al-ʿilmī al-ʿarabī in Damaskus; verfasste u.a. "Aʿyān aš-šīʿa" (ein sehr umfangreiches biographisches Wörterbuch)
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GND-Personen- Amīn, Muḥsin Ibn-ʿAbd-al-Karīm al-