Werk
Sommerbild
Epoche: Realismus
Inhalt: Beschreibung eines Sommertages, an dem eine "letzte Rose" ihre Blütenblätter verliert. Dem lyririschen Ich führt dies die Endlichkeit des Lebenden und somit die eigene Sterblichkeit vor Augen. Dieses formuliert der Realist Hebbel in sachlich-nüchternem Ton, der Pathos keinen Raum lässt.
Überlieferung: 1844 verfaßt, 1857 erschienen in seiner dritten und letzen Lyriksammlung "Gedichte. Gesammtausgabe, stark vermehrt und verbessert", Übersetzungen ins Englische, Französische und Italienische, Vertonungen u.a. von Arnold Mendelssohn (1900), Paul Hindemith (1908/9) und Meta ter Kuile-Troxler (1926).
Zeit- und Sachbezug: Eines der bekanntesten Naturgedichte Friedrich Hebbels, vgl. auch das ebenfalls 8-zeilige "Herbstbild" aus demselben Zyklus "Waldbilder". Gemessen an seinem dramatischen Werk gilt Hebbels Lyrik als literarische Nebenproduktion.