Person
Hartke, Werner
1907–1993
Studium der Klassischen Philologie und Archäologie an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität, an der er 1932 promoviert wurde und als wissenschaftlicher Assistent arbeitete. 1934 wechselte H. als Lektor und späterer außerplanmäßiger Oberassistent an die Universität Königsberg. 1939 Habilitation und Ernennung zum "Dozenten neuer Ordnung". 1944 wurde er zum Ordentlichen Professor für Klassische Philologie und Direktor des Instituts für Altertumskunde in Königsberg berufen (war jedoch seit 1939 zur Wehrmacht eingezogen). Übernahm 1945 an der Universität in Göttingen eine Assistenzvertretung am Institut für Altertumskunde. 1948 ging H. an die Universität Rostock, wo er eine Professur mit vollem Lehrauftrag für Klassische Philologie wahrnahm. 1949 bis 1951 amtierte er als Dekan, ab 1954 als Prorektor für Forschungsangelegenheiten. 1955 folgte H. einem Ruf auf den Lehrstuhl für Lateinische Sprache und Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Als Direktor des Instituts für Altertumskunde, Dekan der Philosophischen Fakultät (1955 bis 1957) und Rektor der Universität (1957 bis 1959) setzte er mit Härte und Geschick die politischen und wissenschaftspolitischen Richtlinien der SED um. Ab 1955 Leiter des Instituts für griechisch-römische Altertumskunde an der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. 1958-1968 Präsident der Akademie und bis 1972 Vizepräsident. 1972 Emeritierung.
Bezüge im Wissensnetz
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