Büchersammlung George Meyer

Die medizinhistorische Privatbibliothek Meyers wurde 1929 als Gründungsbestand für die Institutsbibliothek für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften angekauft (1930 durch Paul Diepgen gegründet). Seine Privatbibliothek war mit einem Loseblatt-Katalog erfasst, der nicht mehr erhalten ist und sich vermutlich unter dem 1941 beschlagnahmten und am 15. Oktober 1941 versteigertem Familienbesitz befand. Die Bücher wurden gekennzeichnet durch ein von Paul Voigt gestaltetes Exlibris. Das Privateinband war eingefasst in einem braunroten Halbgewebeeinband mit Bezug aus Musterpapier (insb. bei Publikationen des 19. und 20. Jhs.), weitere Merkmale waren gold-geprägte Rückentitel und Ornamente mit teilweise originalen Standnummern. 1944 wurde der Bestand der Institutsbibliothek ausgelagert. Ein Teil des nach Schloss Elvershagen bei Stargad (Pommern) ausgelagerten Bestandes kam nach Leningrad (heutiges St. Petersburg) und wurde 1956 an die Institutsbibliothek restituiert. Darunter befanden sich auch Bücher George Meyers, erkennbar an getilgten Exlibris. Ein Teil verblieb in Polen und gelangte in den Handel. Die Zweigbibliothek Wissenschaftsgeschichte an der Zentralen Universitätsbibliothek (Nachfolgerin der Institutsbibliothek) gab in den 1970er und 1980er Jahren Dubletten an die Zentralstelle für wissenschaftliche Altbestände ab, darunter befanden sich auch Bücher mit der Provenienz Meyer. Die in Berlin vorhandenen Bücher aus der Bibliothek George Meyers sind heute gesondert in den Historischen Sammlungen des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum an der Humboldt-Universität Berlin aufgestellt.

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