Fürstensteiner Bibliothek
Hans Heinrich XVII., 4. Fürst von Pless hielt sich seit 1932 in England auf, 1943 beschlagnahmte der NS-Staat faktisch das Schloss Fürstenstein (Eigentumsübertragung 1944) und es begannen umfangreiche Umbauarbeiten. Die Bibliothek wurde auf das Hochbergsche Schloss in Rohnstock verlagert. Seit Kriegsende gilt der Großteil der Bestände als verschollen, vermutlich z.T. in die Sowjetunion abtransportiert. Geringe Reste der einstmals über 1300 Handschriften umfassenden Sammlung befinden sich heute in der Breslauer Universitätsbibliothek (29 Signaturen) und im Staatsarchiv Breslau (Archiwum Panstwowe w Wroclawiu) (140 Signaturen). Immer wieder tauchen Buchbestände dieser Provenienz im Antiquariatshandel auf.