Syndikalistische Arbeiter-Föderation
Die Syndikalistische Arbeiter-Föderation (SAF) war eine anarchisch-syndikalistische Splittergruppe, die im Juni 1919 durch die Verschmelzung der Metallarbeiterorganisation und der Freien Vereinigung aller Berufe (TVaB) entstand. Um 1921 hatte die SAF etwa 400 Mitglieder, bis Januar 1929 sank die Mitgliedszahl auf ca. 144. Den Vorsitz hatte Richard Pohl inne, Oskar Kohl (1867-1954) war Kassenwart. Ab 1930 gab die Organisation unter der Redaktion Kohls die Zeitung "Der Arbeitslose" heraus, die ca. alle 3 bis 4 Wochen erschien. Die SAF war nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 im Widerstand aktiv und operierte mit Unterstützung der Angehörigen von Verfolgten, Fluchthilfe und dem Vertrieb von Flugblättern hauptsächlich in Ostsachen. Zeitweise bestand eine direkte Verbindung zu den sozialdemokratischen Exilanten in Prag. Bis 1938 wurden die Mitglieder nach und nach verhaftet und die Gruppe zerschlagen.