Werk
Kasper-Ohm un ick
Epoche: Realismus
Inhalt: Berichtet wird in heiteren bis grotesken Geschichten über das Leben des Kapitäns Kasper Pött. Das "ich" im Titel bezieht sich auf den Erzähler, Brinckmans Onkel Andrees, der selbst Seemann war und über das eigene Erwachsenwerden berichtet. Frei erfundenes steht neben realen Berichten, es handelt sich also um klassisches "Seemannsgarn". Der weit gereiste und welterfahrene Kapitän Pött steht der kleinbürgerlichen Umgebung seiner Heimat gegenüber, was immer wieder zu Konflikten führt. Authentizität durch volkstümlichen Ton und lebhafte Schilderung der Seemannsstadt.
Zeit- und Sachbezug: Geschichten über Titus Caspar Töppe, ein Rostocker Original, der mit Brinckman verwandt war.
Überlieferung: Das Werk in Mecklenburger Platt erschien in schwankhaften Geschichten bereits 1855 als kleinformatiges Heft der Reihe "Aus dem Volke für das Volk". 1867/68 erschien die endgültige, fast um das Sechsfache erweiterte, romantische Fassung. Durch Reuters "Ut de Franzosentid" kam B. die Idee zum Schluss, der bislang fehlte. Die Ausgabe von 1868 enthält eine Illustration von Paul Tischbein. Bis heute Brinckmans bekanntestes Buch, das vielfach nachgedruckt und adaptiert wurde.