Werk
Phantasien im Bremer Ratskeller
Überlieferung: Entstanden November/Dezember 1826; Erstdruck 'Berliner Conversationsblatt für Poesie, Literatur und Kritik' Nr. 90-103, 7.-25. 5. 1827; Erstausgabe Stuttgart 1827.
Inhalt: Mit Erlaubnis des Bremer Senats begibt sich der Erzähler in die unterirdischen Gewölbe des Ratskellers, um die Berühmten Weine 'Zwölf Apostel', 'Bacchus' und 'Rose' an Ort und Stelle zu probieren und wird dort eingeschlossen. Schlag zwölf - der Erzähler hat bereits etliche Gläser geleert und sich in Jugenderinnerungen verloren - springt die verriegelte Tür auf, und die Weingeister erscheinen nacheinander zu einem lärmenden Gelage.
Zeit- und Sachbezug: Die Erzählung greift auf autobiographisches Material zurück: Auf der Rückreise von Paris hatte sich Hauff im August 1826 in Bremen aufgehalten, wo er durch Bürgermeister und Ratsherren zu einem Umtrunk im Ratskeller eingeladen war.