Kirchenbibliothek Neubrandenburg

Die Sammlung Kirchenbibliothek Neubrandenburg besteht aus den Büchern der Marienkirche und der Präpositur Neubrandenburg. Sie entstand nach dem Verlust der Kirchenbibliothek beim Stadtbrand 1676 am Anfang des 18. Jahrhunderts auf Initiative des Pastors Andreas Hille. Die Bibliothek wurde über zwei Jahrhunderte stetig vermehrt und diente der Bildung der Pastoren und Superintendenten. Sie umfasst 462 Bände des 16. bis 20. Jahrhunderts überwiegend theologischen Inhalts und ist geprägt durch die Auseinandersetzungen zwischen lutherischer Orthodoxie und Pietismus. Zu ihren Besonderheiten zählen Sammelbände mit zum Teil seltenen regionalen Drucken, Dissertationen, Schulschriften und anderem Kleinschrifttum. 1977 wurde die Sammlung als Depositum dem Oberkirchenrat Schwerin übergeben und 1986 im Depot in der Nikolaikirche Rostock aufgestellt. Das Landeskirchliche Archiv Schwerin und die Kirchengemeinde St. Johannis Neubrandenburg regelten 2017 die Aufnahme als Depositum in die Sammlungen der Regionalbibliothek Neubrandenburg, wo sie für Forschungszwecke zur Verfügung steht.

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