Gräflich von der Schulenburg-Hessler'sche Bibliothek zu Vitzenburg

Mit dem Tod von Werner Christoph Daniel Graf von der Schulenburg-Heßler (geboren 1852 in Vitzenburg), Fideikommissherr auf Vitzenburg, am 17. Juni 1930 starb das Haus von der Schulenburg auf Vitzenburg in männlicher Linie aus. In seinem Testament von 1925 hatte er seine Tochter Auguste Marie Anna Freifrau von Münchhausen als Alleinerbin eingesetzt. Damit ging dem schulenburgischen Familienverband endgültig der Grundbesitz Vitzenburg verloren. 1934 wurde das Rittergut Vitzenburg unter Verwendung alter Bausubstanz wieder aufgebaut. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blieb Augustes Ehemann Rembert Freiherr von Münchhausen, Herr auf Vitzenburg, Rittergutspächter in Klein Eichstädt und Oberschmon und preußischer Regierungs- und Landkammerrat a. D., auch nach dem Abzug der amerikanischen Besatzungstruppen weiterhin auf seinem Schloss. Er war der Meinung, während der NS-Zeit kein Unrecht begangen zu haben und sich auch wegen der Behandlung der sogenannten Fremdarbeiter auf seinen Gütern nichts vorwerfen lassen zu müssen. Durch die sowjetischen Besatzungstruppen wurde er verhaftet und in das Speziallager Nr. 2 in Buchenwald verbracht, wo er am 14. Juli 1947 starb.

Bezüge im Wissensnetz

Cookie-Einstellungen