Werk

Die Hochzeit der Sobeide

Überlieferung: erschien 1899 in "Theater in Versen"; Uraufführung am 18. März 1899 im Deutschen Theater Berlin und im Wiener Burgtheater.

Inhalt: Am Abend ihres Hochzeitstages gesteht Sobeide ihrem Mann, einem reichen, nicht mehr jungen, aber klugen und gütigen Kaufmann, dass sie nur der drohenden Verarmung ihrer Eltern wegen in die Heirat eingewilligt habe, ihre Liebe in Wahrheit aber Ganem, dem Sohn des armen Schalnassar, gehöre. Der Kaufmann, der erkennt, dass Sobeide mit dem Verzicht auf ihren Geliebten jede Erfüllung ihres Lebens verloren glaubt, und der sie liebt, gibt sie frei. Brutal weist Ganem, der längst eine andere buhlt, Sobeides Liebe zurück. Gedemütigt, in ihrer Existenz getroffen, kehrt Sobeide zu ihrem Mann zurück. Im Bewusstsein, dass sie sich einer Illusion hingegeben und darüber die Liebe ihres Mannes versäumt hat, stirbt sie in seinen Armen.

Zeit- und Sachbezug: Einakter nach einer Vorlage aus "Tausendundeine Nacht".

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