Werk
Fabeln und Erzählungen
Epoche: Aufklärung
Zeit- und Sachbezug: Einflüsse von La Fontaine und La Motte-Houdar.
Überlieferung: Die Erstausgabe erschien in 2 Bänden 1746-48 in Leipzig, der 3. Band folgte 1769. Zählten bald zur kanonisierten didaktischen Literatur der bürgerlichen Gesellschaft des 18. Jh.s.
Inhalt: Satiren auf allgemeine menschliche, besonders weibliche Schwächen, z.B. auf religiöse Heuchelei, literarische und wissenschaftliche Unsinnigkeiten. Standesbewusstsein,Adelsstolz und Bigotterie. Themen wie weibliche Putzsucht, Klatschsucht, Anfälligkeit für Krankheiten, Neigung zum Widerspruch oder zur Ruhestörung verweisen auf ein misogynes Narrativ. Die 143 Fabeln changieren zwischen antiker Prosafabel und der graziösen, meist satirischen Verserzählung. Vorangestellt ist eine kurze historische Einführung "Nachricht und Exempel von alten deutschen Fabeln". Meisterhafte Verbindung von lehrhafter und gleichfalls unterhaltsamer Erzählung, wobei sich der Leser die Moral gelegentlich selbst erschließen muss.