Jeu de la guerre
Zeit- und Sachbezug: Inspiriert von militärhistorischen Abhandlungen und Spielideen (J. C. L. Hellwig: "Versuch eines aufs Schachspiel gebaueten taktischen Spiels", 1780; B. v. Reißwitz: "Kriegsspiel", 1812). - Inhalt: Strategiespiel: Die Parteien Nord und Süd versuchen, mittels Truppenbewegungen alle feindlichen Einheiten oder Kommunikationspunkte zu zerstören. Das Spielbrett besteht aus 500 Feldern, die beiden Territorien sind jeweils von einer Bergkette geprägt und jede Partei platziert zu Beginn nach Belieben und in Unkenntnis der gegnerischen Aufstellung die beweglichen Einheiten auf ihrer Seite. Debords "Kriegspiel" ist eine Aneignung von pädagogischem Militärmaterial für den revolutionären Kampf. - Überlieferung: Wurde 1965 von Debord patentiert; der 1977 unternommene Versucht, das Spiel mittels eines eigens gegründeten Verlages zu vermarkten, scheiterte. 1987 erschien ein Buch über eine Partie des Spiels zwischen Becker-Ho und Debord, das 2016 vom Merve Verlag auf Deutsch veröffentlicht wurde.