Werk

Barthli der Korber

Zeit- und Sachbezug: Erzählung. – Inhalt: Barthli haust mit seiner Tochter Züseli in einem windschiefen Häuschen: der Vater ist ein knorriger, geiziger und boshafter Zwerg, Züseli dagegen von heiterer Anmut und unschuldiger Offenheit. Nichts ist den beiden gemeinsam als ihre gegenseitige Liebe, ehrfürchtig und gehorsam von Seiten Züselis, eifersüchtig, polternd und herrschsüchtig von Seiten Barthlis. Er verheimlicht, dass er eine beachtliche Summe von Talern zusammen gespart hat - und denkt mit Vorfreude an die spätere Überraschung, die sein Reichtum auslösen wird. Er bemüht sich, die heiratslustigen Männer von seiner hübschen Tochter fernzuhalten. Als ein schweres Unwetter das Häuschen mitsamt Vater und Tochter in den Abgrund zu reißen droht, gelingt es dem Freier Benz die beiden zu retten - ohne davon einen Dank von Bartli zu erhalten. Als Barthli der Hochzeit schließlich doch zustimmt und sein Schwiegersohn ein neues Häuschen aufgestellt hat, stirbt Barthli – allein, unbelehrt und trotzig, wie er gelebt hat. Benz und Züseli aber stehen vor dem hinterlassenen Geldsegen so verblüfft, wie es sich der alte Kauz gewünscht hat. – Überlieferung: Erschien 1852 im "llustrierten Volkskalender". Im "Deutschen Volkskalender" von 1853 wurde der Schluss veröffentlicht.

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