Werk
Seltsame Leiden eines Theater-Direktors
Epoche: Romantik
Zeit- und Sachbezug: E.T.A. Hoffmann war begeisterter Theatergänger, -kritiker und -direktor (Bamberg 1808-1813). Seine Beobachtungen, Erfahrungen und Theorien auf diesem Gebiet spiegeln sich auch in seinem belletristischen Werk.
Überlieferung: Starke Umarbeitung eines 1817 im "Dramaturgischen Wochenblatt in nächster Beziehung auf die Königlichen Schauspiele zu Berlin" unter dem Titel "Die Kunstverwandten" erschienenen Werkes. Erstdruck 1819 bei Maurer in Berlin, zahlreiche Wiederveröffentlichungen als Einzelwerk und in den größeren Werkausgaben, dänische Übersetzung (1948).
Inhalt: In den "Seltsamen Leiden eines Theaterdirektors" diskutieren zwei Theaterdirektoren ("Der Graue" und "Der Braune") über unterschiedlichste Fragen des Theaters (Schauspieler, Publikum, Kostüme, Bühnenausstattung). "Der Braune" steht in der Tradition der reisenden Schauspielgesellschaften und Wanderbühnen, "Der Graue" verkörpert das moderne Theater. Am Ende des Dialogs erscheint das ideale Ensemble als eine "Anzahl der allerzierlichsten und wohlgebautesten Marionetten".