Sammlung Brandenburger Schöppenstuhl

Umfang: 684 Bände nicht-juristischen Inhalts in der Brandenburger Ratsbibliothek, 2.300 Bände in der Staatsbibliothek zu Berlin (4.206 Drucke von 1501-1913 aus der Schöppenstuhlbibliothek), außerdem 67 Inkunabeln in der Inkunabelsammlung der Staatsbibliothek zu Berlin.

Die Anfänge einer eigenständigen Bibliothek des Brandenburger Schöppenstuhls gehen auf das Jahr 1734 zurück. 1749 wurde ihr die altstädtische Ratsbibliothek einverleibt, die Oelschlägersche Bibliothek wurde 1749 erworben. Der Brandenburger Schöppenstuhl wurde 1817 aufgehoben und die Bibliothek 1830 zwischen Stadtgericht und Magistrat der Stadt Brandenburg a. d. Havel aufgeteilt. Das spätere Amtsgericht erwarb gelegentlich weitere Bände für die Bibliothek. Daneben existierte eine eigene Gerichtsbibliothek. Die Bestände der beiden Teilbibliotheken des ehemaligen Schöppenstuhls (juristische Werke unter Verwaltung des Gerichts und nicht-juristische Werke unter Verwaltung des Magistrats) sowie die Gerichtsbibliothek wurden in einem gemeinsamen Hauptkatalog verzeichnet (1893 abgebrochen). 1948 von der Landesbücherei Potsdam geborgen, wurden die Bestände aus der Verwaltung des Amtsgerichts 1952 an die Juristische Fakultät der Humboldt-Universität und im Sommer 1963 an die Deutsche Staatsbibliothek abgegeben. Unklar ist bislang der Verbleib der Bestände unter Verwaltung des Magistrats der Stadt Brandenburg.

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