Werk
Jettchen Gebert
Überlieferung: Der Autor wurde durch diesen Roman zu einem der meistgelesenen deutschen Romanciers des frühen 20. Jh.s. Erreichte bis 1927 über 120 Auflagen. Es existiert eine gleichnamige Bühnenfassung; der Roman wurde 1918 verfilmt.
Zeit- und Sachbezug: Familienroman; Jettchens Geschichte wurde mit "Henriette Jacoby" (1908) fortgesetzt. Gilt als jüdisches Pendant zu den Berliner Familienromanen Fontanes.
Inhalt: Der Roman einer jüdischen Familie spielt im Berliner Biedermeier in den Jahren 1839/40. Die anmutige Jettchen Gebert wächst als Waise im Haus ihres nüchtern-sachlichen, geschäftstüchtigen jüdischen Onkels Salomon und ihrer philiströsen Tante Rikchen auf. Sie lernt Dr. Kößling kennen, einen literarisch ambitionierten, etwas linkischen und weltfremden jungen Mann, in den sie sich bald verliebt. Kößling, der ihre Liebe erwidert, hat aber außer seinem künstlerischen, wenig einträglichen Beruf in den Augen der standesbewussten Familie Gebert noch einen andern Mangel: Er ist Christ.
Bezüge im Wissensnetz
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