Person
Hahn, Hans Florian
1905–1966
Sohn eines Chirurgen, die Mutter war jüdischer Herkunft; Schulbesuch und Abitur in Nürnberg; seit 1924 Medizinstudium in Tübingen; 1932-1933 Ausbildung zum Chirurgen in Aalen; danach tätig in Eisenach und Leipzig; 1936 Anerkennung als Facharzt für Chirurgie; 1937-1938 Praxis-Vertretungen in Cuxhaven und Otterndorf; 1939-1945 stellvertretender Chefarzt im Kreiskrankenhaus Otterndorf (wegen des Ärztemangels im Krieg wurde er, obwohl "Mischling 1. Grades", beschäftigt); 1939 Ablehnung seines Antrages auf Heirat mit seiner späteren (nicht-jüdischen) Frau Edith Linsenbarth, trotzdem Heirat 1941 in München - daraufhin 1943 Anklage wegen "Rassenschande" durch das Landgericht Stade; wegen der dann drohenden Schließung des Otterndorfer Krankenhauses Weiterbeschäftigung ohne Vertrag; 1947 kündigte er seine Stelle im Kreiskrankenhaus; erhielt jedoch keine Zulassung als Kassenarzt (die erhielt er erst 1963); danach tätig als nebenamtlicher Vertrauensarzt; musste jahrelang um seine Entschädigung als rassisch Verfolgter kämpfen; 1966 Krebserkrankung
Bezüge im Wissensnetz
Eltern (1)
GND-PersonenFamilie (1)
GND-PersonenSterbeort (1)
GND-PersonenBevorzugte Namensentität der Person (1)
GND-Personen- Hahn, Hans Florian