Person

Cartal, Karl

1908–1979

Sohn eines Braunschweiger SPD-Funktionärs; 1928 Abitur in Braunschweig; gleichzeitig Abendkurse an der Fachklasse für Maschinenbau der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Braunschweig, 1927 Abschlussprüfung; 1929 Architekturstudium an der TH Braunschweig; 1929 Eintritt in die SPD; 1931 Hilfsassistent bei Prof. Heinrich Timerding am Lehrstuhl für angewandte Mathematik; 1933 Diplom-Prüfung, verzögerte Aushändigung seines Zeugnisses durch den Hochschulrektor Horrmann; 1933 keine Verlängerung der Assistentenstelle; Kündigung der Sachbearbeiterstelle am braunschweigischen Innenministerium; 1935 Wegzug mit Eltern und Verlobter wegen Bedrohungen und Verfolgung nach Saarbrücken, später nach Frankreich (Gironde); 1938 Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft, daraufhin auch Entzug des akademischen Grades des Diplom-Ingenieurs durch die TH Braunschweig; 1940 mit seiner Frau und Familie Flucht in den unbesetzten Teil Frankreichs, Arbeit als Landarbeiter; Zusammenarbeit mit der Résistance, die ihn versteckte; 1945 Rückkehr nach Saarbrücken (Rückkehr der Eltern nach Braunschweig); Chef-Architekt des Wiederaufbauamtes der Stadt Saarbrücken (1946 Oberbaurat, 1958 Baudirektor); 1949 saarländische Staatsangehörigkeit, 1957 deutsche Staatsangehörigkeit; erhielt 1961 Wiedergutmachung; 1973 Ruhestand; der Entzug des akademischen Grades des Diplom-Ingenieurs wurde am 20.01.2010 vom Senat und Präsidium der TU Braunschweig für nichtig erklärt

Bezüge im Wissensnetz

Wirkungsort (2)

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Sterbeort (1)

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Variante Namensentität der Person (1)

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  • Cartal, Karl Otto Paul August

Bevorzugte Namensentität der Person (1)

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  • Cartal, Karl

Beruf oder Tätigkeit (2)

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Geburtsort (1)

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