Deutsches Reich. Generalinspektor für das Deutsche Straßenwesen. Schneeforschungsstelle
Am 1. September 1940 Gründung der „Schneeforschungsstelle des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen" in München unter Leitung des Ingenieurs Karl Croce gegründet im Staatsgerätepark in München statt, im Frühjahr 1943 die Anmietung von Räumlichkeiten in Inzell. Aufgaben waren die Freihaltung der Straßen von Schnee, die Erforschung des Verhaltens von Schneewehen, die Entwicklung neuer Schneeräumgeräte, die Prüfung der Vorschläge der Industrie auf deren Praktikabilität sowie die Verbreitung der gewonnenen Erkenntnisse. Es wurden Erprobungsstellen gegründet, 1940/1941 am Großglockner und am Arlberg (Schulung von Angehörigen der Organisation Todt an Schneeräumgeräten) und in Lindenberg im Allgäu (Schneezäune). Das Amt hatte etwa 120 Mitarbeiter, im Februar 1944 Verlegung nach Mauterndorf im Salzburger Land. Die Aufgabe der Schneeforschungsstelle wurde im Wesentlichen als beendet erklärt. Am 27. August 1947 wurde das „Schneefräsenlager Inzell" wieder an seinen alten Leiter Karl Croce übergeben und die in „Bauhof für den Winterdienst" umbenannte Schneeforschungsstelle fungierte ab April 1948 als selbstständige Behörde.