Person

Hellmann, Julius

1877–1956

Nach einer kaufmännsichen Lehre im Baumwollwarengeschäft seines Vaters in Stuttgart war Julius Hellmann zunächst ab 1902 im Bankgeschäft in Frankfurt am Main tätig, ab 1904 in Berlin. Er war ab 1908 Direktor der Deutschen Kolonialbank (Berlin) und nach dem Ersten Weltkrieg an deren Umwandlung zur Deutschen Länderbank beteiligt. Er war in mehreren Aufsichtsräten, u.a. letzter Vorsitzende der Deutschen Kolonialgesellschaft für Südwest-Afrika bis 1915. 1923 war er Generalkonsul für Griechenland. Julius Hellmann wurde als Jude verfolgt, emigrierte im September 1936 nach Südafrika 1937 in die Niederlande. Ab 1942 lebte er im Untergrund und überlebte versteckt durch die Niederländische Widerstandsbewegung. 1948 zog er nach New York und erlangte die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Hellmann war zweimal verheiratet: 1. Ehe: Gretel Ullmann, zwei Kinder: Franz (1909-1989)Johanna (1912-?), 1917 Scheidung. 2. Ehe: Katharina Schwarz (22. Dezember 1892 in Hamburg geb.), ein Kind: Rudolf Hermann (1919-1999), Scheidung 1925.

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