Person

Meier-Thur, Hugo

1881–1943

Von 1908 bis 1910 studierte er an der Kunstgewerbeschule am Lerchenfeld in Hamburg. Nach Studienabschluss wurde er als Lehrkraft verpflichtet und unterrichtete Graphik und Typographie. Seit 1915 nahm er als Soldat am Ersten Weltkrieg teil, seit dem 3. Januar 1919 war er wieder an der Kunstgewerbeschule als Lehrkraft tätig, ab 1927 im Rang eines Professors. Seit 1935 zeichnete sich ein Konflikt mit dem NS-Regime ab. Der Konflikt betraf vor allem seine Unterrichtsmethoden und künstlerische Aspekte, da Meier-Thur als Vertreter der Moderne der vom NS-Regime geförderten „völkischen Kunst“ ablehnend gegenüberstand. Er erhielt ein Ausstellungs- und Publikationsverbot, verblieb aber als Professor an der Hansischen Hochschule für Bildende Künste. Anfang September 1943 wurde Meier-Thur dem Volksgerichtshof überstellt wegen angeblichen Verstoßes gegen das „Heimtückegesetz“. Meier-Thur wurde im Oktober 1943, ohne dass es zur Anklage kam, als „Schutzhäftling“ in das KZ Fuhlsbüttel verbracht. Dort war er der Gestapo ausgeliefert und wurde am 5. Dezember 1943 bei einem Verhör nach schwerer Folter ermordet.

Bezüge im Wissensnetz

Variante Namensentität der Person (4)

GND-Personen
  • Meier Thur, Hugo
  • Meier, Arthur Hugo
  • Thur, Hugo M.-
  • Thur, Hugo Meier-

Sterbeort (1)

GND-Personen

Wirkungsort (1)

GND-Personen

Bevorzugte Namensentität der Person (1)

GND-Personen
  • Meier-Thur, Hugo

Beruf oder Tätigkeit (3)

GND-Personen

Geburtsort (1)

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