Christoph Martin Wieland: Manuskript zur Übersetzung eines Cicero-Briefes
Den Anlass, sich mit dem antiken Texten Ciceros zu beschäftigen, gaben Wieland die aktuellen politischen Verhältnisse nach Zusammenbruch des Alten Reichs und den Machtverschiebungen auf dem europäischen Kontinent infolge der Napoleonischen Kriege. Wieland, der wie andere Philosophen seiner Zeit von der ständigen Wiederkehr in der Geschichte überzeugt war, glaubte Parallelen zwischen Cicero und Napoleon zu erkennen. Von letzterem versprach er sich eine Stabilisierung der Verhältnisse in Europa.